Programm
Konzerteinführung Hingehört um 18.45 Uhr
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Johannes-Passion, BWV 245, in der Bearbeitung von Robert Schumann
Mitwirkende
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Rowan Pierce, Sopran
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Die in Yorkshire geborene Sopranistin Rowan Pierce wurde 2017 am Royal College of Music von Seiner Königlichen Hoheit, dem Prinzen von Wales – dem heutigen König Charles III. – mit dem President’s Award ausgezeichnet. im selben Jahr gewann sie sowohl den Song Prize als auch den ersten Preis beim ersten internationalen Gesangswettbewerb des Grange Festivals. 2014 erhielt sie den ersten Schubert Society Singer Prize und den Van Someren Godfery Prize am RCM. Sie war «Britten Pears Young Artist», «Rising Star» des Orchestra of the Age of Enlightenment und «Harewood Artist» an der English National Opera.
RowanPierce trat bei Konzerten in ganz Grossbritannien, Europa sowie Nord- und Südamerika auf. Sie tritt regelmässig mit Ensembles wie der Academy of Ancient Music, dem Dunedin Consort, dem Scottish Chamber Orchestra, dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem Gabrieli Consort, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Orchestra of the Age of Enlightenment und der Royal Northern Sinfonia auf.
Rowan gab 2017 ihr Debüt bei den BBC Proms in der Royal Albert Hall mit dem OAE und kehrte 2019 für Händels «Jephtha» sowie 2023 für Mendelssohns «Elija» zurück, jeweils mit dem Scottish Chamber Orchestra. Sie gab ihr Debüt in der Wigmore Hall mit den London Handel Players und trat seither mit vielen anderen Kammerensembles auf, mit denen sie unter anderem Werke von Bach und Wolf aufführte.
Zu den weiteren Höhepunkten der letzten Zeit zählen Auftritte mit dem Rotterdamer Philharmonischen Orchester, dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, den Freiburg Baroque, dem Niederländischen Radio-Philharmonieorchester, La Nuova Musica, Polyphony, dem Royal Scottish National Orchestra, der Early Opera Company und dem Bournemouth Symphony Orchestra. Im Jahr 2019 gab sie Gastspiele in den USA, darunter Auftritte mit dem OAE im Lincoln Center in New York, mit der Academy of Ancient Music in San Francisco und in der Disney Hall in Los Angeles. Im Januar 2020 gab sie zudem ein Solokonzert im Kennedy Center in Washington zusammen mit Richard Egarr und William Carter. Zu ihren jüngsten und zukünftigen Engagements gehören Mahlers 4. Sinfonie mit dem BBC National Orchestra of Wales unter der Leitung von Martyn Brabbins, die Rolle der Belinda in «Dido und Aeneas» mit der Early Opera Company und Dame Sarah Connolly als Dido, «Israel in Ägypten», Bachs h-Moll-Messe und «Elijah» mit dem SCO, Auftritte in der Wigmore Hall mit den London Handel Players und Florilegium, das Weihnachtsoratorium mit der Britten Sinfonia und dem Irish Baroque Orchestra, Oberto in Konzertaufführungen mit Les Violins du Roy, Purcells «Fairy Queen» mit dem Finnischen Radio-Sinfonieorchester, der «Messias» mit dem Hallé Orchestra und dem Budapester Festivalorchester, Händels Ode zum St.-Cäcilien-Tag mit dem Niederländischen Radio-Philharmonieorchester sowie Händels «Neun deutsche Arien» und italienische Kantaten mit Les Arts Florissants unter der Leitung von William Christie.
Als «Britten Pears Young Artist» verkörperte Rowan die Rolle der Drusilla in Monteverdis «L’incoronazione di Poppea», und zu ihren Rollen als «Samling Artist» gehörten die Susanna in Mozarts «Die Hochzeit des Figaro», Miss Wordsworth in Brittens «Albert Herring» und die Prinzessin in Ravels «L’enfant et les sortilèges».
Sie wurde 2020 für den «Time Sky Arts Award» in der Kategorie Oper nominiert. Zu ihren Opernrollen zählen Galatea in «Acis & Galatea», Iris in «Semele», Dorinda in «Orlando», Belinda in «Dido und Aeneas» sowie Elsie in «Yeoman of the Guard». Als «Harewood Artist» hat sie die Rollen der Tiny in «Paul Bunyan», der Papagena in «Die Zauberflöte» und der Barbarina in «Die Hochzeit des Figaro» verkörpert. 2019 gab Rowan am Buxton Festival ihr Debüt in der Rolle der Papiria/Lucio Papirio Dittatore von Caldara mit La Serenissima und sang die Rollen der Quivera und Orazia/The Indian Queen an der Opéra de Lille unter der Leitung von Emmanuelle Haïm. Zu ihren jüngsten und künftigen Engagements zählen verschiedene Rollen in Aufführungen von Purcells «King Arthur» und «The Fairy Queen» mit dem Gabrieli Consort sowie mit dem Ensemble Alia Mens in Frankreich, «Oberto/Alcina» am Staatstheater Stuttgart, weitere Aufführungen von «The Indian Queen» an der Opéra de Luxembourg, der Opéra de Caen und der Antwerp Opera sowie ihr Debüt am Glyndebourne Festival in der Rolle des Oberto. In der Saison 2022/23 gab sie ihr Debüt am Covent Garden in der Rolle der Papagena und kehrt in der Saison 2024/25 zurück, um im Linbury Theatre die Rolle der Dede in Bernsteins «A Quiet Place» zu singen.
Zu ihren Auftritten an Festivals und Liederabenden zählen Zusammenarbeiten mit Sir Thomas Allen und Christopher Glynn am Ryedale Festival, mit Dame Ann Murray, Sholto Kynoch und Malcolm Martineau am Oxford Lieder Festival sowie mit Roger Vignoles am Leeds Lieder Festival. 2019 trat sie in einer szenischen Aufführung des «Wolf Italian Songbook» an den Festivals Barbican, Chiltern und Ryedale auf sowie an einem gemeinsamen Konzert mit Roderick Williams und Christopher Glynn am Swaledale Festival. Sie trat 2019 am Edinburgh International Festival mit dem English Concert als Amore in Glucks «Orfeo» auf und kehrte 2021 mit dem RSNO an das Festival zurück; ausserdem gab sie 2022 am Ryedale Festival ein Solokonzert mit der Philharmonia Baroque. Zu ihren künftigen Festivalauftritten gehört Lullys «Phaeton» mit der Early Opera Company am Buxton Festival, und 2023/24 wird sie zusammen mit Richard Egarr ein Solorecital in der Wigmore Hall geben.
Obwohl Rowan für ihre Interpretation von Barock- und Alter Musik viel Lob erhalten hat, wird sie auch für ihre Darbietungen eines breiteren Repertoires geschätzt, darunter englische Lieder und Lieder von Komponisten wie Mahler, Richard Strauss, Vaughan Williams und Britten. Ausserdem hat sie Werke von Komponisten wie Iain Bell und Julian Philps uraufgeführt. Ausserdem hat sie Werke von Komponisten wie Iain Bell und Julian Philps uraufgeführt. Zu ihrer Diskografie gehören Purcells «The Cares of Lovers» mit Richard Egarr und William Carter (Linn Records), die 2019 mit dem BBC Music Magazine Opera Award ausgezeichnete Aufnahme von «Acis und Galatea» mit der Early Opera Company unter der Leitung von Christian Curnyn (Chandos), «An English Coronation» und «King Arthur» (nominiert für den BBC Music Magazine Opera Award 2020) mit dem Gabrieli Consort unter der Leitung von McCreesh (Signum), Vaughan Williams’ Sinfonie Nr. 7 «Antartica» mit dem RLPO/Manze (Onyx). Sie war die Stimme der Sängerin Siena Rosso in der Netflix-Serie «Bridgerton». Ihre jüngste Aufnahme ist eine CD mit Schubert-Liedern, die sie gemeinsam mit Roderick Williams und Christopher Glynn für Signum eingespielt hat.
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Henriette Gödde, Alt
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Die Konzertsaison 2025/26 startet die Altistin Henriette Gödde mit einem Gastspiel in der Kölner Philharmonie und beim Musikfest Bremen mit Mozarts Requiem und dem Collegium 1704 (Václav Luks). Dem folgen mehrere Liederabende mit ihrem Duo-Partner Prof. Michael Schütze unter dem Sujet «Vom Orient zum Okzident - oder wie die östlichen Rosen nach Europa kamen».
Weitere Höhepunkte bilden eine Tour mit Bachs Weihnachtsoratorium BWV 248 und dem Format BachBewegt!Tanz! mit der Gaechinger Cantorey (Hans-Christoph Rademann), sowie ein Neujahrskonzert in der Kölner Philharmonie mit Beethovens 9. Sinfonie und dem WDR Rundfunkchor.
In der Berliner Philharmonie ist Henriette Gödde 2026 mit Mendelssohns Elias und dem Philharmonischer Chor Berlin begleitet vom Brandenburgischen Staatsorchester (Gregor Meyer) zu erleben. Ganz besonders freut Sie sich über ihre erste Zusammenarbeit mit dem Danish National Philharmonic Orchestra (Paolo Carignani) und mehreren Konzerten mit Beethovens 9. Sinfonie in Dänemark. Eine Herzensangelegenheit ist ihr das Abschiedskonzert von Achim Zimmermann als Leiter der Berliner Singakademie. Gemeinsam mit der Lautten Compagney Berlin wird sie mit ihm das letzte Mal die Hohe Messe in h-Moll von J. S. Bach im Konzerthaus Berlin zur Aufführung bringen.
Im Konzert- und Oratorienfach gehört Henriette Gödde zu den gefragten Altistinnen ihrer Zeit. Neben Kantaten, Oratorien und Passionen J. S. Bachs und seiner Zeitgenossen, reicht ihr Repertoire über die grossen Oratorien der Romantik bis hin zur zeitgenössischen Musik. So war sie bereits auf hochkarätigen Festivals und Podien, wie dem Bachfest Leipzig, dem Berlioz Festival Côte-Saint-André, dem Concertgebouw Amsterdam, der Elbphilharmonie
Hamburg, den Händelfestspielen Halle, den Dresdner Musikfestspielen, der Laeiszhalle, dem Megaron Athen, dem Musikfest Stuttgart, dem Rudolfinum Prag u.a. zu Gast. Einladungen renommierter Orchester und Ensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln, dem CPE-Bach-Chor (Hansjörg Albrecht), den Bochumer Symphonikern, dem Freiburger Barockorchester, dem Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks (Riccardo Muti), dem Dresdner Kreuzchor (Martin Lehmann), der Dresdner Philharmonie, Ensemble Modern (Kent Nagano), Klangforum Wien (Bas Wiegers), dem Leipziger Gewandhausorchester, dem Orchestre National de Lyon (Leonard Slatkin), dem Radio Filharmonisch Orkest der Niederlande (Jaap van Zweeden), dem RIAS Kammerchor (Justin Doyle), dem Staatsorchester Athen (Christoph Poppen) und dem Thomanerchor (Andreas Reize) bereichern ihr künstlerisches Schaffen.
Neben ihrer Konzerttätigkeit gastiert Henriette Gödde immer wieder auf verschiedenen Opernbühnen. 2024 war sie mit der zeitgenössischen Oper Koma von Georg Friedrich Haas bei den Salzburger Festspielen zu Gast. Bei den Opernfestspielen St. Margarethen war sie als Dritte Dame in Mozarts Zauberflöte zu erleben. Als Erda in Wagners Rheingold und Siegfried debütierte sie am Opernhaus Leipzig. Des Weiteren gastierte sie am Nationaltheater Weimar, dem Theater Magdeburg, der Oper Halle und am Theater Erfurt.
Zahlreiche CD-Aufnahmen dokumentieren ihr künstlerisches Schaffen. So erschien zuletzt 2025 die CD Friedensrufe des Ensembles seicento vocale mit Max Regers Requiem für Alt-Solo und Chor, die für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert ist.
Für ihre herausragenden Leistungen im Lied- und Oratoriengesang wurde Henriette Gödde mehrfach ausgezeichnet. Sie ist 1. Preisträgerin des Robert-Schumann Wettbewerbes, sowie Gewinnerin des Concorso Musica Sacra Rom. Ebenso ist sie 2. Preisträgerin des Bundeswettbewerbes Gesang.
Dem Genre Lied fühlt sich Henriette Gödde sehr verbunden. Sie gibt regelmässig Liederabende in Deutschland und der Schweiz.
Henriette Gödde studierte an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und examinierte in der Meisterklasse Lied und Konzert mit Auszeichnung. Wichtige Impulse im Genre Lied erhielt sie dabei vor allem von KS Prof. Olaf Bär. Mit Ihrer Familie lebt sie derzeit in Leipzig.
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Patrick Grahl, Tenor (Evangelist)
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Der in Leipzig geborene Patrick Grahl war zunächst Mitglied des Thomanerchores unter Georg Christoph Biller, anschliessend erhielt er dort auch seine Gesangsausbildung an der Musikhochschule «Felix Mendelssohn Bartholdy» Leipzig bei Berthold Schmid und schloss sein Studium mit dem Meisterklassenexamen (mit Auszeichnung) ab. Kurse bei Peter Schreier, Gotthold Schwarz, Gerd Türk, Ileana Cotrubas und Karl-Peter Kammerlander gaben seiner künstlerischen Entwicklung wichtige Impulse.
Auf der Opernbühne war er u.a. als Don Ottavio (Mozart: Don Giovanni) am Teatro La Fenice in Venedig, als Jaquino (Beethoven: Fidelio) gemeinsam mit dem Insula Orchestra unter Leitung von Laurence Equilbey sowie mit dem Gstaad Festival Orchestra unter Jaap van Zweden, beim Festival in Marvão (Mozart: Entführung aus dem Serail) und mit weiteren Partien an der Opéra National de Lyon, in Helsinki und Budapest zu erleben.
Seit seiner Auszeichnung 2016 mit dem 1. Preis des 20. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig ist er ein viel gefragter Konzert- und Oratoriensänger, dessen Arbeit zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren. Er gastiert u.a. mit Klangkörpern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, der Dresdner Philharmonie, der Staatskapelle Dresden, der NDR Radiophilharmonie, dem Gürzenich-Orchester Köln sowie der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI di Torino und dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Dirigenten wie Sir John Eliot Gardiner, Sir Simon Rattle, Vladimir Jurowski, Daniele Gatti, Zubin Mehta, Peter Schreier, Manfred Honeck, Hans-Christoph Rademann, Ton Koopman, Philippe Herreweghe, Christoph Poppen, Andrew Manze, Omer Meir Wellber und Stefano Montanari.
Die Saison 2025/26 hat viele Highlights und gibt die grosse künstlerische Bandbreite von Patrick Grahl wider: Bachs Werke wie die h-Moll-Messe, seine Passionen und das Weihnachtsoratorium – u.a. mit der Internationalen Bachakademie unter Hans-Christoph Rademann in Luzern, Dresden und auf Tournee sowie mit dem RIAS Kammerchor unter Justin Doyle in Nürnberg – bilden das Grundgerüst. Ergänzt wird das Programm durch Cartellieris La Purificatione della Beata Vergine Maria unter Aapo Häkkinen in Helsinki und Prag, Haydns Jahreszeiten unter Hans-Christoph Rademann in Stuttgart, Beethovens 9. Sinfonie unter Mirga Gražinytė-Tyla in Leipzig, Mendelssohns Elias in Montreal, Schumanns Das Paradies und die Peri unter Petr Popelka im Wiener Musikverein sowie Mozarts Requiem unter Giovanni Antonini in Prag. Weitere Akzente setzt Patrick Grahl mit Cartellieris Rübezahl (Ratibor) in Helsinki sowie mit Franz Schmidts Das Buch mit sieben Siegeln unter Fabio Luisi im Wiener Konzerthaus und unter Manfred Honeck in der Elbphilharmonie Hamburg. Auch Liederabende dürfen nicht fehlen, u.a. in der Oper Frankfurt und bei der Schubertiade in Schwarzenberg.
Neben seinen zahlreichen Engagements auf der Konzert- und Opernbühne legt Patrick Grahl grossen Wert auf kammermusikalische Projekte und Liederabende: u. a. gab er zuletzt Solo- sowie Ensembleliederabende bei der Schubertiade in Schwarzenberg und Hohenems.
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Markus Eiche, Bass (Christus)
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Wichtige aktuelle Engagements.
Wolfram in TANNHÄUSER an der Bayerischen Staatsoper München sowie bei den Bayreuther Festspielen (Nathalie Stutzmann 2024), WAR REQUIEM mit dem Freiburger Bachchor, SCHÖPFUNG mit dem CPE Bach Chor Hamburg, WALPURGISNACHT und OCEANA MYSTICA, UA von Fabian Künzli mit dem Gemischten Chor Zürich und dem Basler Bach-Chor, ROSENKAVALIER Tokyo Symphony Orchestra (Jonathan Nott), WEIHNACHTSORATORIUM im Gasteig in München und Beethoven 9.SINFONIE Hamburger Symphoniker (Sylvain Cambreling). Falke in die FLEDERMAUS beim Tokyo spring festival. Kurwenal in TRISTAN UND ISOLDE mit dem Belgrad Philharmonic Orchestra und in einer Neuproduktion im Teatro Cervantes in Malaga, Beethoven MISSA SOLEMNIS mit dem Basler Bach-Chor, VERDI REQIEM mit der Berliner Singakademie, GÖTTERDÄMMERUNG Gunther Grand Theatre Hangzhou, Gounod: MESSE SOLENNELLE EN L'HONNEUR DE SAINTE CÉCILE in La Scala, Milano, Beethoven 9.SINFONIE Hamburger Symphoniker, MATTHÄUS PASSION in Freiburg, DURUFLÉ REQUIEM mit den Dresdner Philharmonikern, Vaughn Williams SEA SYMPHONY in der Elbphilharmonie Hamburg und in Münster.
Markus Eiche wurde in St. Georgen im Schwarzwald geboren, er studierte in Karlsruhe und Stuttgart und begann seine Karriere am Nationaltheater Mannheim, wo er sich die wichtigsten Partien seines Repertoires erarbeitete, darunter Marcello in La Bohème, Conte Almaviva in Le Nozze di Figaro, Guglielmo in Cosi fan tutte, Wolfram in Tannhäuser sowie die Titelpartien in Don Giovanni und Wozzeck.
Der international gefragte Sänger war viele Jahre sowohl an die Wiener Staatsoper als auch an die Bayerische Staatsoper mit Residenzverträgen gebunden und sang dort Partien wie Kurwenal in Tristan und Isolde, Besenbinder in Hänsel und Gretel, Harlekin und Musiklehrer in Ariadne auf Naxos, Olivier und Graf in Capriccio, die Titelpartie in Eugen Onegin, Jeletzki in Pique Dame, Fritz und Frank in Die tote Stadt, Gunther in Götterdämmerung, Valentin in Faust, Faninal in Der Rosenkavalier, Lescaut in Manon und Beckmesser in Die Meistersinger von Nürnberg.
Seit 2007 ist Markus Eiche regelmässig bei den Bayreuther Festspielen zu Gast und war dort als Kothner in Die Meistersinger von Nürnberg, Donner im Rheingold, Gunther in der Götterdämmerung und Wolfram in Tannhäuser zu erleben. Seit 2019 gestaltet der Künstler dort die Partie des Wolfram in der aktuellen Inszenierung des Tannhäuser von Tobias Kratzer. Im selben Jahr feierte er sein Debüt an der New Yorker Metropolitan Opera als Faninal in Der Rosenkavalier. Es folgten Gastverträge an die Bayerische Staatsoper München mit Luther in Kreneks Karl V und Musiklehrer in Ariadne auf Naxos.
Besonders herausragende Projekte waren die Titelpartie in Cardillac und Kunrad in Strauss’ Feuersnot beim Bayerischen Rundfunk (einschliesslich CD-Produktion); Blaubart in Blaubarts Burg beim Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra; Fritz und Frank in einer Wiederaufnahme der Toten Stadt an der Finnish National Opera in Helsinki mit DVD-Einspielung; Lescaut in einer Neuproduktion von Puccinis Manon Lescaut an der Bayerischen Staatsoper mit Kristine Opolais und Jonas Kaufmann, sowie Golaud in einer Neuproduktion von Debussys Pelléas et Mélisande.
Ausserordentliche Erfolge feierte der Künstler als Graf Andrea Vitelozzo Tamare in Die Gezeichneten in einer konzertanten Aufführung mit dem Netherlands Radio Philharmonic im Concertgebouw Amsterdam sowie mit der Partie des Beckmesser in einer Neuproduktion von Die Meistersinger von Nürnberg an der Bayerischen Staatsoper.
Markus Eiche gastierte unter anderem bei den Salzburger Festspielen, an der Mailänder Scala, am Royal Opera House Covent Garden, an der Nederlandse Opera Amsterdam, der Komischen Oper Berlin, der Staatsoper Unter den Linden und der Semperoper Dresden. Mit dem Gran Teatre del Liceu Barcelona verbindet den Künstler eine mehrjährige Zusammenarbeit, hier sang er u. a. Conte Almaviva, Jeletzki, Ned Keene, Fritz und Frank, eine szenische Produktion von Schuberts Winterreise, Wolfram (einschliesslich einer DVD-Produktion), sowie Orest. Bei den Richard-Strauss-Festspielen in Garmisch war er in der Rolle des Olivier in Capriccio sowie des Robert Storch in Intermezzo zu hören.
Markus Eiche arbeitete mit Dirigenten wie Kent Nagano, Bertrand de Billy, Kirill Petrenko, Zoltan Pesko, Gustav Kuhn, Ingo Metzmacher, Harry Bicket, Peter Schneider, Christophe Rousset, Stefan Asbury, Christoph von Dohnànyi, Helmuth Rilling, Marin Alsop, Sebastian Weigle, Adam Fischer, Alan Gilbert, Ulf Schirmer, Riccardo Muti, Christoph Eschenbach, Marco Armiliato, Enrico Dovico, Alfred Eschwé, Marek Janowski, Christian Thielemann und Seiji Ozawa.
Die Vielseitigkeit des Künstlers spiegelt sich nicht zuletzt in seinem umfangreichen Konzertrepertoire der unterschiedlichsten Musikepochen und -Stilrichtungen wider. Beethovens 9.Sinfonie, Orffs Carmina Burana, Brittens War Requiem, Bachs Passionen, Händels Messias, Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen und Das Lied von der Erde oder Mendelssohns Elias und Paulus gehören ebenso zum festen Bestandteil seines Repertoires wie Werke von Aribert Reimann, Wolfgang Rihm, Luigi Dallapiccola und Judith Weir.
Eine rege Konzerttätigkeit führte ihn u.a. zu den Rundfunk-Symphonieorchestern des BR, NDR, MDR, SWR, BBC, RFO, den Dortmunder Philharmonikern, Belgrader Philharmonikern, Gürzenich-Orchester, Gaechinger Cantorey, Münchner Bachchor, Talens Lyriques oder zum Chicago Symphony Orchestra.
Es liegen zahlreiche Konzert-Aufnahmen, CD- und DVD-Einspielungen vor.
Markus Eiche stellte sich 2012 erstmals an der Zürcher Hochschule der Künste der Herausforderung Gesang zu unterrichten, seit 2016 ist er Professor für Gesang an der Freiburger Musikhochschule.
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Tobias Berndt, Bass (Pilatus)
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Gaechinger Cantorey
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Die Gaechinger Cantorey ist das Ensemble der Internationalen Bachakademie Stuttgart. In ihm verbinden sich ein Barockorchester und ein handverlesener Chor zu einem fein aufeinander abgestimmten Originalklangkörper. Unter dem Dirigat von Akademieleiter Hans-Christoph Rademann hat sich dieses Ensemble die internationale Verbreitung eines «Stuttgarter Bachstils» auf die Fahne geschrieben.
Das klangliche Rückgrat dieses charakteristischen Bachstils verkörpern zwei von der Bachakademie in Auftrag gegebene Nachbauten von Originalinstrumenten aus der Werkstatt des legendären Bach-Zeitgenossen Gottfried Silbermann (1683–1753): der seit 2016 zum Ensemble gehörende Nachbau einer zuvor im sächsischen Seerhausen entdeckten Truhenorgel von Silbermann sowie der Nachbau eines Silbermann-Cembalos, der seit 2021 das Ensemble komplettiert. Diese beiden originalgetreuen Zeugen barocker Klangvorstellungen bilden das klangliche Zentrum der Gaechinger Cantorey.
Seit seiner Neugründung als Gaechinger Cantorey im Jahr 2016 hat sich das Ensemble der Internationalen Bachakademie mit zahlreichen Auftritten im Inland, wie bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, der Bachwoche Ansbach, dem Bachfest Leipzig, dem Rheingau Musikfestival, im Festspielhaus Baden-Baden, im Dresdner Kulturpalast und in der Hamburger Elbphilharmonie, sowie im Ausland beim Gstaad Menuhin Festival, beim Internationalen Bachfest Schaffhausen, im Pariser Théâtre des Champs-Élysées, in den USA (Fort Lauderdale, Chapel Hill, Norfolk, Princeton, Los Angeles, Irvine, Williamsburg), in Kanada (Montréal) und in Südamerika (São Paulo, Rio de Janeiro, Buenos Aires, Lima, Santiago de Chile, Bogotá) einen Namen gemacht.
Darüber hinaus geht die Gaechinger Cantorey mit ihrem Leiter Hans-Christoph Rademann einer regen Aufnahmetätigkeit nach. Beim Stuttgarter Label Carus und bei accentus music hat das Ensemble das «Weihnachtsoratorium», Kantaten und die beiden Passionen von J. S. Bach, Händels «Messiah», Haydns «Schöpfung» und weitere Werke eingespielt. Zudem sind in der Mediathek der Bachakademie digitale Podcasts und Konzert-Streams mit der Gaechinger Cantorey abrufbar.
Von Mai 2023 bis Juni 2024 führte die Gaechinger Cantorey unter Leitung von Hans-Christoph Rademann sämtliche Kantaten J. S. Bachs aus dessen erstem Jahr als Leipziger Thomaskantor auf – genau 300 Jahre nach dem historischen Ereignis 1723/1724. CD-Aufnahmen aller Konzerte in Kirchen und Konzertsälen Stuttgarts und der Umgebung erscheinen bei Hänssler Classic. Bereits Volume I erhielt im Sommer 2024 den begehrten OPUS KLASSIK. Die überwältigende Resonanz und die bereichernde künstlerische Erfahrung für das Ensemble führen zur Fortsetzung dieses einmaligen Projekts mit Bachs drittem Leipziger Kantatenjahrgang (1725–27) in der Konzertsaison 2025/26.
Regelmässig und mit Überzeugung beteiligt sich die Gaechinger Cantorey an den unterschiedlichen Musikvermittlungsformaten der Internationalen Bachakademie, die unter dem Motto «BachBewegt!» Kinder und Jugendliche aktiv auf der Bühne oder als Zuhörende im Konzertsaal zum Singen, Tanzen und Erleben der Musik einladen. Hierzu gehören Familienkonzerte, gemeinsame Aufführungen von Haydns «Jahreszeiten» und «Schöpfung», Händels «Messiah» und Vivaldis «Gloria» sowie getanzte Interpretationen von Bach'schen Werken, Vivaldis «Jahreszeiten» und Mozarts Requiem. 2017 wurde die tänzerische Umsetzung von Bachs «Matthäus-Passion» bei accentus music auf DVD veröffentlicht.
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Hans-Christoph Rademann, Leitung
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Der Dirigent Hans-Christoph Rademann ist ein international gefragter Interpret mit einem breiten Repertoire, das von der Wiederentdeckung Alter Musik bis zur Uraufführung zeitgenössischer Werke reicht. Schwerpunkte liegen bei Komponisten wie Johann Sebastian Bach und Heinrich Schütz. Dessen OEuvre hat er in einer Gesamteinspielung für den Carus Verlag produziert. In den Jahren 2023/24 führte er mit der Gaechinger Cantorey unter dem Titel VISION.BACH sämtliche Kantaten aus J. S. Bachs erstem Jahrgang als Leipziger Thomaskantor auf, die zudem in 10 Doppel-CDs beim Label Hänssler Classic produziert werden.
In Dresden geboren, wuchs Hans-Christoph Rademann im erzgebirgischen Schwarzenberg in einer Kantorenfamilie auf. Er war Sänger im berühmten Dresdner Kreuzchor und studierte an der Musikhochschule Dresden Chor- und Orchesterdirigieren. Kurz nach Studienbeginn gründete er den Dresdner Kammerchor und führte ihn zu internationalem Ruhm. Hans-Christoph Rademann war Leiter der Singakademie Dresden, Chefdirigent des NDR-Chores und leitete von 2007 bis 2015 den RIAS Kammerchor Berlin. 2013 wurde er zum Akademieleiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart als Nachfolger von Helmuth Rilling berufen. Deren Ensemble, die Gaechinger Cantorey, hat er als Originalklangensemble neu gegründet. Mit dem Programm «BachBewegt!» baute er an der Bachakademie Stuttgart ein umfangreiches Education-Programm auf, das in seinem Niveau einzigartig ist.
Gastspiele führten ihn in viele Teile der Welt, nach Nord- und Südamerika, China, Taiwan, Hongkong, Japan, Indien, Sri Lanka, Südafrika und in nahezu alle europäischen Musikmetropolen. Im November 2022 eröffnete er mit einer gefeierten Aufführung der Bach'schen Johannes-Passion das Bachfest Montréal. Den Dirigenten verbindet eine regelmässige Zusammenarbeit mit führenden Ensembles wie der Nederlandse Bachvereniging, dem Freiburger Barockorchester, dem Collegium 1704, dem Sinfonieorchester Basel, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, der Dresdner Philharmonie und den Stuttgarter Philharmonikern.
Für seine künstlerische Arbeit und sein gesellschaftliches Engagement wurde Hans-Christoph Rademann mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Dazu gehören die Sächsische Verfassungsmedaille, der Kunstpreis der Stadt Dresden, die Johann-Walter-Plakette, der Heinrich-Schütz-Preis, der Preis der Europäischen Kirchenmusik oder der Georg-Friedrich-Händel-Ring 2025. CD-Aufnahmen seiner umfangreichen Diskographie wurden u. a. mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik, dem Grand Prix du Disque, dem Gramophone Classical Music Award, dem Diapason d‘or und dem Opus Klassik ausgezeichnet.
Seit 2000 ist Hans-Christoph Rademann Professor für Chordirigieren an der Musikhochschule Carl Maria von Weber in Dresden. Ausserdem ist er Intendant des Musikfests Erzgebirge, Botschafter des Erzgebirges und Schirmherr des Christlichen Hospizdienstes Dresden.
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Kammerorchester Basel
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Aufblühen: Musik als lebendiger Impuls
Seit 1984 steht das Kammerorchester Basel für Spiellust, Entdeckergeist und künstlerische Exzellenz. In der Saison 2026/27 setzt das Orchester unter dem Motto «Aufblühen» auf die Kraft der Musik als Quelle der Inspiration und des Wachstums, sowohl für die Musiker:innen, als auch für das Publikum und die nächste Generation.
Ob im Stadtcasino Basel, im eigenen Proben- und Aufführungsort Don Bosco oder auf Tourneen: Das Orchester verbindet Tradition mit Innovation. Von Alter Musik auf historischen Instrumenten bis hin zu zeitgenössischen Werken entsteht ein unverwechselbarer Klang, der stilistische Offenheit und Leidenschaft für gemeinsames Musizieren auf höchstem Niveau atmet. Über 100 Konzerte pro Saison insgesamt führen das Orchester regelmässig auf grosse europäische Bühnen und zu renommierten Festivals.
2019 wurde das Kammerorchester Basel als erstes Orchester mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet und damit für seine künstlerische Tiefe und Vielseitigkeit gewürdigt. Langfristige Projekte wie Haydn2032 zeigen die Freude an tiefer Auseinandersetzung mit besonderen Werken und formen eine preisgekrönte Diskografie.
Die regelmässige Zusammenarbeit mit Dirigent:innen wie Francesco Corti, Bar Avni, Krzysztof Urbański und Giovanni Antonini lassen inspirierende Partnerschaften entstehen. In dieser Saison blüht das Orchester weiter auf mit wunderbaren Künstler:innen wie Fazıl Say, Isabelle Faust, Pierre-Laurent Aimard, Hayato Sumino, Nemanja Radulović und dem Tölzer Knabenchor u. a.
Ein zentraler Aspekt des Kammerorchester Basel ist die zukunftsweisende Vermittlungsarbeit. Durch partizipative Projekte und den kreativen Austausch mit Kindern und Jugendlichen wird Musik erlebbar und pflanzt sich wie ein Same weiter fort.
Seit 2019 ist die Clariant Foundation Presenting Sponsor des Kammerorchester Basel.Schliessen
Konzertdetails
Kleiner, aber gewagter, gewaltiger, kühner und poetischer als die Matthäus-Passion: Bachs Johannes-Passion hat Robert Schumann so fasziniert, dass er sie modernisierte.
Johann Sebastian Bachs Kirchenmusik geriet nach seinem Tod mehr und mehr in Vergessenheit. Nur seine Klaviermusik blieb hochgeschätzt, obwohl sie zunächst teilweise nur in Abschriften vorlag. Dann kam Felix Mendelssohn Bartholdy: seine legendäre Wiederaufführung der Matthäus-Passion 1829 leitete eine Bach-Renaissance ein. Wenig später führte die Berliner Singakademie auch die Johannes-Passion auf. Zwar mit mässigem Erfolg, aber im jungen Robert Schumann gärte es fortan.
Und als er Musikdirektor in Düsseldorf wurde, nahm er sich endlich diese Johannes-Passion vor. «Ist sie nicht um vieles kühner, gewaltiger, poetischer als die nach Matthäus?», fragte er sich. «Sie ist gedrängt, durchaus genial, und von welcher Kunst!» Und so passte er sie der modernen Zeit an, rüstete die instrumentale Besetzung auf und um, ersetzte Instrumente, die nicht mehr gebräuchlich waren, änderte hie und da die Orchestrierung oder fügte (im Barock noch unbekannte) Klarinetten dazu.
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