Politische Poeten

22.08.2026 | 19:30 Uhr
Basel, Stadtcasino

Portrait von Fazil Say, Solo-Pianist im Abokonzert des Kammerorchester Basel.

Der Einzelticketverkauf beginnt am 5.8.2026. Buchen Sie jetzt Ihr Abo!

Programm

Konzerteinführung Hingehört um 18.45 Uhr

Sergei Prokofjew (1891 – 1953)
Ouvertüre über hebräische Themen, op. 34a

György Ligeti (
1923 – 2006)
«Concert Românesc» für Orchester

Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975)
Kammersinfonie op. 73a (Bearbeitung nach dem Streichquartett Nr. 3 op. 73 von Rudolf Barschai)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 in F-Dur, op. 102

Mitwirkende

  • Fazıl Say

    Fazıl Say, Klavier

  • Bar Avni

    Bar Avni, Leitung

  • Kammerorchester Basel

    Kammerorchester Basel

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    Kammerorchester Basel

    Spiellust und musikalischer Entdeckergeist zeichnen das Kammerorchester Basel seit seiner Gründung 1984 aus. Mit grosser Energie und stilistischer Offenheit widmen sich die
    Musiker:innen einem breiten Repertoire – von Alter Musik auf historischen Instrumenten über Wiener Klassik bis hin zu zeitgenössischen Werken. Dabei entsteht ein lebendiger,
    unverwechselbarer Klang, getragen von der Begeisterung für gemeinsames Musizieren auf höchstem Niveau.

    In Basel fest verankert mit Abonnementreihen im Stadtcasino und dem eigenen Proben- und Aufführungsort Don Bosco, geniesst das Ensemble eine hohe internationale Reputation.
    Über 100 Konzerte pro Saison insgesamt führen das Orchester regelmässig auf grosse europäische Bühnen und zu renommierten Festivals.

    Ausgezeichnet mit dem Schweizer Musikpreis 2019, begeistert das Kammerorchester Basel mit künstlerischer Exzellenz und Ausdauer. Projekte wie Haydn2032, die Aufnahme und Aufführung aller Sinfonien von Joseph Haydn bis 2032, unter der Leitung von Giovanni Antonini oder die Einspielung der späten Haydn-Messen unter der Leitung von René Jacobs zeigen die tiefe Lust an langfristiger, kreativer Auseinandersetzung.

    Immer wieder entstehen inspirierende Partnerschaften mit Künstler:innen wie Sol Gabetta, Christian Gerhaher, Alexandra Dovgan und Vilde Frang und dem Collegium Vocale Gent.
    Die künstlerische Leitung liegt bei den Konzertmeister:innen sowie Dirigent:innen wie René Jacobs, Heinz Holliger, Delyana Lazarova oder Pierre Bleuse.

    Eine preisgekrönte Diskografie und vielfältige Vermittlungsformate runden das lebendige Wirken des Orchesters ab. Seit 2019 ist die Clariant Foundation Presenting Sponsor des
    Kammerorchester Basel.

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Konzertdetails

Ein Exilrusse schreibt heimatlich inspirierte Sehnsuchtsmusik. Ein Russe, der daheimblieb, schreibt süsseste Seelenmusik. Und ein Ungar beschwört die Kraft des Rhythmus.

Als Sergei Prokofjew 1918 seine Heimat verlässt, um in Amerika hoffentlich grosse Karriere zu machen, wird er enttäuscht: Keiner hat hier auf ihn gewartet. Umso mehr freut er sich, ein befreundetes jüdisches Ensemble wieder zu treffen, für das er voller Elan sogleich eine Ouvertüre komponiert – die, wie schön, «ziemlichen Erfolg» hat. Landsmann und Kollege Dmitri Schostakowitsch bleibt dagegen in Russland und wird dort zum mal hofierten, dann wieder geächteten Spielball der Parteipolitik. Aber seinen Erzfeind Stalin überlebt er und schreibt dann für seinen geliebten Sohn Maxim ein effektvolles, emotionales, hochromantisches Klavierkonzert.

Und noch mehr Schostakowitsch: Ein Streichquartett, das Dirigentenfreund Rudolf Barschai virtuos in eine Kammersinfonie verwandelt und klanglich aufgefächert hat. Auch György Ligeti hat (wie sein Landsmann Béla Bartók) osteuropäische Volksmelodien gesammelt und in seine eigene Musik eingearbeitet. So ist auch das vibrierende «Concert Românesc» entstanden, eine Apotheose der Fröhlichkeit.

Partner:innen

Mit freundlicher Unterstützung des

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