Nachtklang im Museum

03.06.2027 | 20:00 Uhr
Basel, Museum Kleines Klingental

Nachtklang im Museum III: Zwiegespräch

Programm

Mit Musik von W. A. Mozart, R. Schumann und M. Wettstein

Mitwirkende

Musiker:innen des Kammerorchester Basel und Gäste

  • Matthias Müller

    Matthias Müller, Violine

    Über Matthias

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    Matthias Müller

    Matthias Müller, 1978 in Winterthur geboren, hat seine Ausbildung zunächst an der Musikhochschule Zürich-Winterthur bei Rudolph Koelman, dann an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau bei Nicolas Chumachenco und bei Christoph Poppen an der Musikhochschule München absolviert. Wichtige künstlerische Impulse erhielt er ausserdem im Kammermusikfach des Carmina Quartetts. Seit 2006 ist er Mitglied und stellvertretender Stimmführer des Kammerorchester Basel. 
    In den letzten Jahren hat die historische Aufführungspraxis für Matthias Müller immer mehr an Bedeutung gewonnen. So ist er auch Stimmführer der Cappella Gabetta, spielt regelmässig mit dem Ensemble Café Zimmermann, dem Balthasar Neumann Ensemble und dem Orchestre de Limoges unter der Leitung von Christophe Coin.
    Als Kammermusiker musiziert er in verschiedenen Ensembles und gründete mit Georg Dettweiler, ebenfalls Mitglied des Kammerorchester Basel, das Klaviertrio Cerasus, welches sich dem klassischen und romantischen Genre dieser Gattung widmet.
    Daneben ist er seit 2013 Mitglied der Camerata Zürich und erhält regelmässige Einladungen als Gastkonzertmeister bei den Göteborg Symphonikern, der Basler Sinfonietta sowie bei der Geneva Camerata.
    Matthias Müller unterrichtet seit 2017 als Assistent von Professor Igor Karsko an der Musikhochschule Luzern und lebt mit seinen beiden Töchtern in Basel.

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  • Anne-Françoise Guezingar

    Anne-Françoise Guezingar, Viola

  • Georg Dettweiler

    Georg Dettweiler, Violoncello

    Über Georg

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    Georg Dettweiler

    Georg Dettweiler wurde 1979 in Tübingen geboren. Er war Schüler von Klaus-Peter Hahn, Prof. Francis Gouton und Prof. Gert von Bülow. Schon während seines Studiums beschäftigte er sich mit historischer Aufführungspraxis und nahm später ein Barockcellostudium bei Prof. Christophe Coin und Peter Skalka an der Schola Cantorum Basiliensis auf. Weitere wichtige musikalische Erfahrungen sammelte er auf internationalen Meisterkursen bei Anner Bylsma, Pieter Wispelwey, Maria Kliegel und Siegfried Palm. Georg Dettweiler ist seit 2010 Mitglied im Kammerorchester Basel und spielt zudem im Sinfonieorchester Basel, im Menuhin-Gstaad-Festivalorchester und im La Cetra Barockorchester. 2011 war er Mitinitiator der Openairkonzerte Klassikanderswo in Grenzach-Wyhlen. Seitdem ist er deren künstlerischer Leiter.

    Welches war Dein Lieblingskonzert mit dem Kammerorchester Basel und warum?
    Da gibt es zu viele tolle Erlebnisse, um eines herauszuheben! Die Konzerte auf den ganz grossen Bühnen wie im Musikverein Wien, Concertgebouw Amsterdam, der Berliner Philharmonie, der Elbphilharmonie Hamburg oder dem Sydney Opera House sind aber besonders beim ersten Mal unvergesslich.

    Was magst Du am meisten daran, Musiker zu sein?
    Ich liebe es auf der Bühne zu sein und mich selbst auszudrücken.

    Spielst Du neben der Klassik auch andere Musikrichtungen?
    Ja, ich liebe es, es mit meiner Hardrockband Cell of Hell richtig krachen zu lassen. Neulich habe ich erstmals experimentelle Musik gemacht, das war schon auch sehr spannend, total spontan seinen Ideen freien Lauf zu lassen.

    Was ist das Schwierigste an Deinem Job?
    Abzuschalten. Ich spiele sehr viele Konzerte, verbringe viel Zeit mit den Kollegen und bin in einigen Kommissionen aktiv. Manchmal ist es schwer, runterzukommen.

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  • Fumi Dettweiler

    Fumi Dettweiler, Klavier

Konzertdetails

Entstanden in verschiedenen Epochen mit unterschiedlichen persönlichen Hintergründen wenden sich die beiden Klavierquartette von Wolfgang Amadeus Mozart und Robert Schumann einem imaginären Du zu.
Mozart erfindet mit dieser Komposition nebenbei das Klavierquartett. Es beginnt mit einem Ruf ins Ungewisse, der in g-Moll umso dramatischer klingt. Das Klavier und die Streicher gehen in einen Dialog, dabei sind die vier Stimmen gleichberechtigt. Die Musik ist voller Spannung und Fragen und es gibt zunächst keine klare Melodie, die eine Antwort geben könnte.

Schumann komponierte sein Klavierquartett in Es-Dur «mit Clara im Herzen». Besonders im dritten Satz kommt das im Cellothema mit ausdrucksvollen Vorhalten und liederhaften melodischen Wendungen zum Tragen: ein intimer, seeleninnerer Monolog, gerade so, als wende sich Schumann an Clara.

Die Struktur ist dialogisch: das Cello legt die Melodie vor, das Klavier antwortet, überlagert, umspielt – ein stilles Zwiegespräch zwischen zwei Stimmen, die sich räumlich gegenübersitzen.

Beide Werke verstehen das Klavierquartett als echtes Gespräch unter vier Stimmen und nicht als Klaviermusik mit Streicherbegleitung. Mozart öffnet mit einem Ruf nach aussen – Schumann antwortet mit einem Gespräch nach innen.

Nachtklang im Museum – die Konzertreihe

Der Nachtklang, die etwa einstündige entspannte Konzertreise in unterschiedliche musikalische Gefilde, ist in der Saison 2026/27 in vier Basler Museen zu Gast. Die Musiker:innen des Kammerorchester Basel setzen sich musikalisch mit den Ausstellungen, die sie umgeben, auseinander.
Dem Publikum bietet sich die Gelegenheit, vor dem Konzert die jeweiligen Ausstellungen zu besuchen und im Anschluss die Musik zu geniessen.

Einlass ins Museum
Eine Stunde vor Konzertbeginn

Dauer der Konzerte
60 – 70 Minuten, ohne Pause

Ticketpreis
Konzert inkl. Museumseintritt: CHF 40.-
Alle Konzerte der Reihe «Nachtklang im Museum» sind auch als Nachtklang-Pass zum Vorteilspreis erhältlich.

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