Maurice Ravel (1875 – 1937) Pavane pour une Infante défunte Konzert für Klavier und Orchester in G-Dur
Hayato Sumino (*1995) Neues Stück für Klavier und Orchester
Robert Schumann (1810 – 1856) Sinfonie Nr. 1 in B-Dur, op. 38 «Frühlingssinfonie»
Mitwirkende
Hayato Sumino, Klavier
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Der Pianist und Komponist Hayato Sumino definiert die Kunst des Klavierspiels neu. Mit aussergewöhnlicher Musikalität, brillanter Virtuosität und einer furchtlosen künstlerischen Fantasie begeistert er Publikum auf der ganzen Welt. Gleichermassen zu Hause im klassischen Repertoire, mit eigenen Kompositionen und innovativen Konzertformaten, verkörpert er eine neue Generation von Musikern, für die künstlerische Grenzen keine Rolle mehr spielen. Mit mehr als 2,2 Millionen Followern auf seinen Social-Media-Kanälen zählt er heute zu den einflussreichsten Botschaftern der klassischen Musik und erreicht weit über das traditionelle Konzertpublikum hinaus ein internationales Publikum.
Seine nationale Bekanntheit erlangte Hayato Sumino 2018 mit dem Gewinn des Grand Prix beim PTNA Piano Competition in Japan, der den Beginn seiner internationalen Konzertkarriere markierte. Der internationale Durchbruch folgte 2021 als Halbfinalist des 18. Internationalen Chopin-Wettbewerbs in Warschau, wo seine unverwechselbare künstlerische Persönlichkeit und musikalische Vorstellungskraft weltweit grosse Aufmerksamkeit erregten. Heute gastiert er mit führenden Orchestern Europas, Nordamerikas und Asiens, darunter die Filarmonica della Scala, Los Angeles Philharmonic, The Philadelphia Orchestra, San Francisco Symphony, Chicago Symphony Orchestra, London Philharmonic Orchestra, BBC Philharmonic, Bamberger Symphoniker, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Rundfunk- Sinfonieorchester Berlin, Konzerthausorchester Berlin, Dresdner Philharmonie, hr- Sinfonieorchester Frankfurt, Academy of St Martin in the Fields, Deutsche
Kammerphilharmonie Bremen, Tonhalle-Orchester Zürich, NHK Symphony Orchestra, Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Tokyo Philharmonic Orchestra sowie das Japan Philharmonic Orchestra.
Zu seinen musikalischen Partnern zählen Dirigenten wie Marin Alsop, Riccardo Chailly, Paavo Järvi, Jakub Hrůša, Joana Mallwitz, Joe Hisaishi, John Storgårds und Petr Popelka.
Die Spielzeit 2025/26 markierte einen weiteren Meilenstein seiner internationalen Karriere. Er debütierte mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin in der Berliner Philharmonie, trat mit The Philadelphia Orchestra in der Carnegie Hall auf und gab seine Debüts mit den Wiener Symphonikern im Wiener Konzerthaus sowie mit der Filarmonica della Scala unter Riccardo Chailly.
Seine wachsende internationale Präsenz spiegelte sich auch in einer Reihe bedeutender europäischer Fernsehproduktionen wider. Im Juni 2026 wurde Hayato Sumino als einer der Solisten für europiano ausgewählt – das achtstündige ARTE-Grossprojekt rund um das Klavierkonzert. Seine Interpretation von Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 mit dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt unter Alain Altinoglu wurde europaweit auf ARTE ausgestrahlt und über ARTE Concert international verfügbar gemacht.
Im selben Monat war Hayato Solist beim Concerto per Milano, dem traditionellen Open-Air- Konzert der Filarmonica della Scala auf der Piazza del Duomo in Mailand. Unter der Leitung von Riccardo Chailly wurde das Konzert landesweit von RAI sowie international über ARTE Concert übertragen.
Im Juli 2026 trat Hayato beim Concert de Paris vor der Kulisse des Eiffelturms auf. Das live von France 2 übertragene und international ausgestrahlte Konzert zählt zu den renommiertesten und meistgesehenen Klassikveranstaltungen Europas und unterstrich einmal mehr seine wachsende Präsenz in den führenden europäischen Rundfunkproduktionen.
Zu den weiteren Höhepunkten der Saison gehörten seine erste Europatournee mit dem Aurora Orchestra, seine Recital-Debüts im Concertgebouw Amsterdam und beim Lucerne Festival sowie Konzerte mit der Academy of St Martin in the Fields, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem Tonhalle-Orchester Zürich.
Als Artist in Residence des Rheingau Musik Festivals 2026 präsentierte Hayato Sumino sieben Konzerte, die die ganze Bandbreite seines künstlerischen Schaffens widerspiegelten – von klassischem Repertoire über Jazz bis hin zu eigenen Kompositionen und innovativen Crossover-Projekten. Mit insgesamt sieben Auftritten stellte er einen neuen Festivalrekord für die höchste Anzahl an Konzerten auf, die jemals ein Artist in Residence innerhalb einer Festivalsaison gegeben hat.
Die Spielzeit 2026/27 setzt diesen aussergewöhnlichen Karriereweg mit einer umfangreichen Europatournee fort, die ihn in elf Recitals in bedeutende Musikzentren wie Berlin, London und Wien führt.
Hayatos künstlerische Leistungen wurden mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen gewürdigt. 2025 erhielt er den Leonard Bernstein Award des Schleswig-Holstein Musik Festivals sowie gleich zwei OPUS KLASSIK-Auszeichnungen als Nachwuchskünstler des Jahres und für die Live-Aufführung des Jahres als Solist. Damit war er der erste Künstler in der Geschichte des OPUS KLASSIK, der im selben Jahr in zwei verschiedenen Kategorien ausgezeichnet wurde.
Im November 2025 wurde Hayato mit seinem Recital Klassik Arena in der K-Arena Yokohama ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen. Mit 18.546 verkauften Tickets stellte das Konzert einen neuen Weltrekord für das grösste Publikum eines Solo-Klavierrecitals in einer Indoor-Spielstätte auf. Gleichzeitig war es das erste klassische Konzert überhaupt in der K-Arena Yokohama.
Seit März 2024 ist Hayato exklusiver Künstler bei Sony Classical. Sein zweites Album für das Label, Chopin Orbit, verbindet Werke von Frédéric Chopin mit eigenen Kompositionen und spiegelt eindrucksvoll seine individuelle künstlerische Handschrift wider.
Parallel zu seiner musikalischen Laufbahn absolvierte Hayato ein Masterstudium im Fach Ingenieurwissenschaften an der Graduate School of Information Science and Technology der Universität Tokio. 2020 wurde er mit dem President's Award der Universität für seine herausragenden Leistungen in Musik und Wissenschaft ausgezeichnet.
2023 wurde Hayato in die „Forbes Japan 30 Under 30“ aufgenommen. Darüber hinaus ist er
Apple Music Classical Ambassador, Steinway Artist sowie Botschafter von CASIO. Mit aussergewöhnlicher Virtuosität, grenzenloser Neugier und einer unverwechselbaren künstlerischen Vision zählt Hayato Sumino zu den prägenden Musikern einer neuen Generation. Er erweitert kontinuierlich die Möglichkeiten des Klavierspiels und begeistert damit ein Publikum auf der ganzen Welt.
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Pierre Bleuse, Leitung
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Pierre Bleuse ist Musikdirektor des renommierten Ensemble Intercontemporain und des Symphonieorchesters von Odense – eine Position, die er seit 2021 innehat – und fungiert zudem als künstlerischer Leiter des Pablo-Casals-Festivals in Prades.
In der Saison 2026/27 setzt Pierre Bleuse seine langjährige Zusammenarbeit mit einer Reihe von Orchestern fort, zu denen er besonders enge künstlerische Beziehungen aufgebaut hat. Er eröffnet die Saison mit einem erneuten Gastspiel beim Tokyo Symphony Orchestra, begleitet von Hayato Sumino als Solist, und kehrt zum Orquesta y Coro Nacionales de España, zum Singapore Symphony Orchestra, zum Kammerorchester Basel und zu Les Siècles zurück, deren Saison er im Théâtre des Champs-Élysées eröffnet. Er gibt sein Debüt beim Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI und dirigiert Aufführungen von György Kurtágs zweiter Oper «Die Stechardin» in Turin und an der Mailänder Scala. Zu seinen weiteren Debüts zählen das Göteborger Symphonieorchester und das Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música, während er zudem an der Niederländischen Nationaloper das Pult für die Weltpremiere von «Red Fox» der Komponistin Du Yun unter der Regie von Barrie Kosky übernimmt.
Er ist regelmässig zu Gast bei vielen der weltweit führenden Orchester, darunter das Royal Concertgebouw Orchestra, das BBC Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das City of Birmingham Symphony Orchestra, das Orchestre de Paris, das Orchestre National de France, das Tokyo Symphony Orchestra, das Singapore Symphony Orchestra, das NDR Elbphilharmonie-Orchester, das Frankfurter Rundfunk-Sinfonieorchester, das SWR-Sinfonieorchester, das Netherlands Philharmonic Orchestra, dem Antwerpener Symphonieorchester, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Königlichen Stockholmer Philharmonischen Orchester, dem Schwedischen Radio-Symphonieorchester, dem Finnischen Radio-Symphonieorchester, dem Orquesta Sinfónica de Castilla y León, dem Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo, der Auckland Philharmonia, dem Polnischen Nationalen Radio-Symphonieorchester, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dem Orchestre National du Capitole de Toulouse, Orchestre National de Lyon, das Berner Symphonieorchester, das Basler Symphonieorchester und die Brüsseler Philharmoniker, neben vielen anderen.
Als eine der Schlüsselfiguren der zeitgenössischen Musik wurde Bleuses Amtszeit als Musikdirektor des Ensemble Intercontemporain bis 2030 verlängert. Im Jahr 2025 eröffnete er die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Pierre Boulez in der Philharmonie de Paris mit einer wegweisenden Aufführung von «Répons» und dirigierte «Hamlet-Fantôme» am Théâtre du Châtelet sowie am Tokyo Spring Festival. Im darauffolgenden Jahr führte er das Ensemble an die renommierten BBC Proms in der Royal Albert Hall sowie an das Festival Ravel in Saint-Jean-de-Luz. Im Jahr 2024 dirigierte er Hèctor Parras Oper «Orgia» am Gran Teatre del Liceu in Barcelona.
Er arbeitet regelmässig mit führenden internationalen Solisten zusammen, darunter Joyce DiDonato, Karita Mattila, Patricia Kopatchinskaja, Pierre-Laurent Aimard, Sol Gabetta, Bertrand Chamayou, Emmanuel Pahud sowie Renaud und Gautier Capuçon.
Seine Diskografie umfasst zahlreiche Aufnahmen, darunter insbesondere ein hochgelobtes Ligeti-Album mit dem Ensemble Intercontemporain, das 2025 mit dem «Diapason d’Or de l’année» ausgezeichnet wurde.
Pierre Bleuse studierte Dirigieren bei Jorma Panula in Finnland und bei Laurent Gay an der Haute École de Musique in Genf.
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Kammerorchester Basel
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Aufblühen: Musik als lebendiger Impuls
Seit 1984 steht das Kammerorchester Basel für Spiellust, Entdeckergeist und künstlerische Exzellenz. In der Saison 2026/27 setzt das Orchester unter dem Motto «Aufblühen» auf die Kraft der Musik als Quelle der Inspiration und des Wachstums, sowohl für die Musiker:innen, als auch für das Publikum und die nächste Generation.
Ob im Stadtcasino Basel, im eigenen Proben- und Aufführungsort Don Bosco oder auf Tourneen: Das Orchester verbindet Tradition mit Innovation. Von Alter Musik auf historischen Instrumenten bis hin zu zeitgenössischen Werken entsteht ein unverwechselbarer Klang, der stilistische Offenheit und Leidenschaft für gemeinsames Musizieren auf höchstem Niveau atmet. Über 100 Konzerte pro Saison insgesamt führen das Orchester regelmässig auf grosse europäische Bühnen und zu renommierten Festivals.
2019 wurde das Kammerorchester Basel als erstes Orchester mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet und damit für seine künstlerische Tiefe und Vielseitigkeit gewürdigt. Langfristige Projekte wie Haydn2032 zeigen die Freude an tiefer Auseinandersetzung mit besonderen Werken und formen eine preisgekrönte Diskografie. Die regelmässige Zusammenarbeit mit Dirigent:innen wie Francesco Corti, Bar Avni, Krzysztof Urbański und Giovanni Antonini lassen inspirierende Partnerschaften entstehen. In dieser Saison blüht das Orchester weiter auf mit wunderbaren Künstler:innen wie Fazıl Say, Isabelle Faust, Pierre-Laurent Aimard, Hayato Sumino, Nemanja Radulović und dem Tölzer Knabenchor u. a.
Ein zentraler Aspekt des Kammerorchester Basel ist die zukunftsweisende Vermittlungsarbeit. Durch partizipative Projekte und den kreativen Austausch mit Kindern und Jugendlichen wird Musik erlebbar und pflanzt sich wie ein Same weiter fort.
Seit 2019 ist die Clariant Foundation Presenting Sponsor des Kammerorchester Basel.
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Konzertdetails
Duftend und zart blüht der japanische und der deutsch-romantische Frühling, und dazu zerstäuben Ravels Tonwolken in Myriaden glitzernder Klangperlen.
März 1841: Robert Schumann schreibt euphorisch ins Tagebuch «schöner glücklicher Abend». In nur vier Tagen hat er seine erste Sinfonie komponiert, die Uraufführung (Freund Felix Mendelssohn Bartholdy dirigiert sie) ist ein durchschlagender Erfolg. Endlich kann er da anknüpfen, wo Beethoven aufgehört hatte und seinen eigenen Beitrag zur sinfonischen Tradition vorstellen. Jahrelang hatte ihm das auf dem Magen gelegen. Zudem ist er frisch mit Clara verheiratet und glücklich wie selten in seinem Leben.
Frühlingsgefühle auch von Shootingstar, Komponist, Pianist, Informatiker und Youtube-Star (1,5 Millionen Follower) Hayato Sumino aus Tokio, der mit seinen 30 Jahren bereits weltweit unterwegs ist.
Neben einer neuen, eigenen Komposition nimmt er sich auch Ravels Konzert vor, das so leicht klingen soll, heiter und klassisch-unterhaltsam. Was noch lange nicht heisst, dass es auch leicht zu spielen wäre. Maurice Ravel ist die Arbeit daran schwergefallen: halb im Scherz meinte er, fast darüber gestorben zu sein.