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Idole

15.05.2026 | 19:30 Uhr
Basel, Don Bosco

Portrait von Vilde Frang. Sie hält ihre Geige in der Hand und blickt in die Kamera.

Programm

Dauer bis ca. 21.15 Uhr inklusive Pause

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847)
Streichersinfonie Nr. 4 in c-Moll
Streichersinfonie Nr. 10 in h-Moll

Edvard Grieg (1843 – 1907)
«Aus Holbergs Zeit» – Suite im alten Stil in G-Dur, op. 40

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
Konzert für Violine und Orchester in a-Moll BWV 1041
Konzert für Violine und Streicher in E-Dur BWV 1042 

Konzertdetails

Musikperlen eines jungen Genies. Barocker Geist, romantisch wiederbelebt. Und noch ein barocker Geist – unerreicht, Vorbild für viele und: zeitlos.

Er ist noch keine 15 Jahre alt, als Mendelssohn Bartholdy schon zwölf kleine sogenannte Streichersinfonien vorlegen kann. Sie sind bereits viel mehr als kompositorische Fingerübungen und sorgen bei den erlauchten Konzerten im elterlichen Gartensaal (mit Profimusikern aus der königlichen Hofkapelle!) für offene Münder. Und dann Bach: musikalische Ansprüche an die Interpretin? Oh ja! Präzision, logische Phrasierung, Teamwork und schwebender Klang. Wie gemacht für Vilde Frang. Und die Position in der Beliebtheitsskala beim Publikum? Zehn!

Und wer war eigentlich Holberg? Ein barocker Norweger, ein Dichter, Zeitgenosse von Bach und Händel. Molière des Nordens hat man ihn genannt und er war so berühmt, dass Edvard Grieg ihn zum 200. Geburtstag gross feiern durfte. Das machte er so delikat und raffiniert, so lyrisch und zart, dass er seine Suite zu Ehren des grossen Nationaldichters auch – und niemand nahm es ihm übel – Perückenstück nennen durfte. Denn was für eine Perücke ist das!

Mitwirkende

Leitung

  • Baptiste Lopez

    Baptiste Lopez, Violine und Leitung

    Über Baptiste

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    Baptiste Lopez

    Während seiner Ausbildung auf der modernen Violine bei Jean-Jacques Kantorow am Pariser Konservatorium arbeitete der französische Geiger Baptiste Lopez mit Persönlichkeiten wie Philippe Herreweghe, Sigiswald Kujiken, Robert D. Levin und Alessandro Moccia zusammen. Dabei drang er tief ein in die Kunst des Spiels auf historischen Instrumenten und begeisterte sich für den klanglichen Reichtum der Streichinstrumente mit Darmsaiten. Diese Beschäftigung mit der Alten Musik hatte einen starken Einfluss auf seine Art, Musik zu spielen, und verhalf ihm zu einem architektonischen, harmonischen und kontrapunktischen Denken nicht nur in der Alten, sondern auch in der neueren Musik – eine äusserst fruchtbare Voraussetzung für seine Karriere als Leiter unterschiedlicher Ensembles.
    Auf der modernen Geige spielte Lopez viel Kammermusik, aber auch in mehreren Sinfonieorchestern, so etwa in der Pariser Oper und jüngst auf Einladung von Philippe Herreweghe für drei Jahre als Konzertmeister des Sinfonieorchesters von Antwerpen. Mit dem Hintergrund als Interpret von Barockmusik wirkte er in den letzten zehn Jahren als Konzertmeister des Collegium Vocale Gent, das ihn heute noch als Konzertmeister einlädt. Er leitet unter anderem auch das Ensemble des französischen Countertenors Damien Guillon, Le Banquet Céleste sowie das Ensemble Pygmalion.
    Sein bevorzugtes Gebiet ist sicherlich die Interpretation klassischer und romantischer Musik auf Originalklang-Instrumenten. Dies nicht nur in Ensembles wie dem Orchestre des Champs-Élysées, Il Convito oder Chambre Philharmonique, sondern auch als Kammermusiker vor allem mit dem 2008 gegründeten Edding Quartet, mit dem Baptiste Lopez zahlreiche Konzerte gegeben und CDs aufgenommen hat, Kammermusik von Haydn, Beethoven, Brahms und Schumann auf Darmsaiten. Nach vielen Jahren der Konzentration auf Kammermusik will er den Schwerpunkt jetzt stärker auf das Orchester-Repertoire legen. Mit der Pianistin Maude Gratton hat er 2016 ein Kammerorchester gegründet, das er als Konzertmeister leitet. Jüngst begann seine Zusammenarbeit als Konzertmeister mit dem Balthasar-Neumann-Ensemble auf Einladung von dessen Dirigenten Thomas Hengelbrock. Seit Juni 2018 ist er Konzertmeister beim Kammerorchester Basel.

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Orchester

  • Kammerorchester Basel

    Kammerorchester Basel

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    Kammerorchester Basel

    Spiellust und musikalischer Entdeckergeist zeichnen das Kammerorchester Basel seit seiner Gründung 1984 aus. Mit grosser Energie und stilistischer Offenheit widmen sich die
    Musiker:innen einem breiten Repertoire – von Alter Musik auf historischen Instrumenten über Wiener Klassik bis hin zu zeitgenössischen Werken. Dabei entsteht ein lebendiger,
    unverwechselbarer Klang, getragen von der Begeisterung für gemeinsames Musizieren auf höchstem Niveau.

    In Basel fest verankert mit Abonnementreihen im Stadtcasino und dem eigenen Proben- und Aufführungsort Don Bosco, geniesst das Ensemble eine hohe internationale Reputation.
    Über 100 Konzerte pro Saison insgesamt führen das Orchester regelmässig auf grosse europäische Bühnen und zu renommierten Festivals.

    Ausgezeichnet mit dem Schweizer Musikpreis 2019, begeistert das Kammerorchester Basel mit künstlerischer Exzellenz und Ausdauer. Projekte wie Haydn2032, die Aufnahme und Aufführung aller Sinfonien von Joseph Haydn bis 2032, unter der Leitung von Giovanni Antonini oder die Einspielung der späten Haydn-Messen unter der Leitung von René Jacobs zeigen die tiefe Lust an langfristiger, kreativer Auseinandersetzung.

    Immer wieder entstehen inspirierende Partnerschaften mit Künstler:innen wie Sol Gabetta, Christian Gerhaher, Alexandra Dovgan und Vilde Frang und dem Collegium Vocale Gent.
    Die künstlerische Leitung liegt bei den Konzertmeister:innen sowie Dirigent:innen wie René Jacobs, Heinz Holliger, Delyana Lazarova oder Pierre Bleuse.

    Eine preisgekrönte Diskografie und vielfältige Vermittlungsformate runden das lebendige Wirken des Orchesters ab. Seit 2019 ist die Clariant Foundation Presenting Sponsor des
    Kammerorchester Basel.

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Solistin

  • Vilde Frang

    Vilde Frang, Violine

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    Vilde Frang

    Im Jahr 2012 wurde Vilde Frang einstimmig mit dem Credit Suisse Young Artists Award ausgezeichnet, was zu ihrem Debüt mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Bernard Haitink beim Lucerne Festival führte.

    Ihre tiefgründige Musikalität und aussergewöhnliche Lyrik haben sie zu einer der herausragenden Violinistinnen ihrer Generation gemacht. Sie tritt regelmässig mit den weltweit führenden Orchestern auf, darunter die Berliner Philharmoniker, das Concertgebouw Orchestra, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das London Symphony Orchestra, das Chamber Orchestra of Europe, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Los Angeles Philharmonic, das Budapest Festival Orchestra sowie das Cleveland Orchestra. Zu ihren Dirigentenpartnern zählen unter anderem Kirill Petrenko, Sir Simon Rattle, Bernard Haitink, Herbert Blomstedt, Esa-Pekka Salonen, Mariss Jansons, Ivan Fischer, Maxim Emelyanychev, Jakub Hrůša, Vladimir Jurowski, Manfred Honeck, Teodor Currentzis, Daniel Harding, Antonio Pappano, Lahav Shani, Paavo Jaervi und Robin Ticciati.

    Zu den Höhepunkten der aktuellen Saison gehören ihre Rückkehr zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, zum London Symphony Orchestra, zur Tschechischen Philharmonie sowie zum Rotterdam Philharmonic Orchestra, ebenso wie ihr mit Spannung erwartetes Debüt bei den New York Philharmonic mit Elgars Violinkonzert. Darüber hinaus geht Vilde Frang auf internationale Tourneen mit dem Chamber Orchestra of Europe und dem Utopia Orchestra unter der Leitung von Teodor Currentzis und setzt ihren Bach-Zyklus mit dem Kammerorchester Basel fort.

    Als engagierte und profilierte Kammermusikerin ist Vilde Frang regelmässig bei renommierten Festivals wie dem Lucerne Festival, den BBC Proms in London, den Festivals in Verbier und Lockenhaus, dem George-Enescu-Festival, den Salzburger Festspielen sowie dem Prager Frühling zu erleben. Zudem gibt sie regelmässig Rezitals in der Carnegie Hall, im Concertgebouw Amsterdam, im Wiener Musikverein, in der Philharmonie Berlin, der Tonhalle Zürich sowie im Bozar in Brüssels. In Nordamerika ist sie ausserdem im Rahmen der Vancouver Recital Series, der Boston Celebrity Series und bei San Francisco Performances zu hören.

    Vilde Frang ist Exklusivkünstlerin bei Warner Classics. Ihre Einspielungen wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Edison Klassiek Award, dem «Diapason d’Or» des Magazins Diapason, dem Deutschen Schallplattenpreis, dem Grand Prix du Disque, Preisen des BBC Music Magazine sowie mit zwei Gramophone Awards.

    Die in Norwegen geborene Geigerin gab im Alter von zwölf Jahren auf Einladung von Mariss Jansons ihr Debüt mit dem Oslo Philharmonic Orchestra. Sie studierte am Barratt Due Musikkinstitutt in Oslo, bei Kolja Blacher an der Musikhochschule Hamburg sowie bei Ana Chumachenco an der Kronberg Academy.

    Vilde Frang spielt eine Violine von Guarneri del Gesu aus dem Jahr 1734, die ihr grosszügig von einem europäischen Förderer zur Verfügung gestellt wird.

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Eindrücke

Hör-Impuls
Mendelssohns Streichersinfonie Nr. 4,
der Anfang: klingt’s nach Bach? Händel? Mozart? Ja natürlich, nach allen. Aber wie fröhlich-frech und selbstbewusst kommt diese Talentprobe eines Zwölfjährigen daher. Und plötzlich wird es zur Nebensache, welche Vorbilder diese Musik imprägnieren. Denn wir können miterleben, wie sich ein Genie entfaltet.

Partner:innen

Mit freundlicher Unterstützung von

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