Programm
Dauer: bis ca. 21.20 Uhr inklusive Pause
Joseph Haydn (1732 – 1809)
«Heiligmesse» in B-Dur HOB. XXII/10 («Missa Sancti Bernardi von Offida»)
«Paukenmesse» in C-Dur HOB. XXII/9 («Missa in Tempore Belli»)
Konzertdetails
Hier ist er wieder: Joseph Haydn kommt noch einmal ins Schloss der Esterházys zurück. Mit offenen Armen wird er empfangen. Und komponiert Messen.
Die Esterházys haben einen neuen Fürsten. Nikolaus II. will das Musikleben wieder ankurbeln und fragt den berühmten ehemaligen Hofkomponisten, den europaweit bekannten Joseph Haydn, ob er vielleicht aus London zurückkehren möge? Er mag. Und zu den Namenstagen der jungen Fürstin darf Haydn insgesamt sechs feierliche Messen schreiben: zum Beispiel die Missa Sancti Bernardi von Offida zu Ehren eines soeben heiliggesprochenen Mönchs. Da Haydn in das Sanctus das alte Kirchenlied Heilig heilig heilig ist der Herr hineinwebt, steht auch schnell der Beiname der Messe fest: Heiligmesse.
Ein anderes Fürstinnengeschenk ist die Paukenmesse. Die bekommt ihren Spitznamen wegen des gedämpften, rhythmisch unerbittlichen Paukensolos im Agnus Dei. Ihr offizieller Titel lautet: Messe in Zeiten des Krieges. Denn nach der französischen Revolution herrscht in Europa grosser Tumult, der sich im Lauf der nächsten Jahre zu den Napoleonischen Kriegen auswachsen wird. Schwere Zeiten. Aber das Publikum ist selig, dass Haydn zurück ist.
Mitwirkende
Leitung
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René Jacobs
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Orchester
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Kammerorchester Basel
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Chor
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Zürcher Sing-Akademie
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Solist:innen
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Birgitte Christensen, Sopran
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Kristina Hammarström, Alt
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Jeremy Ovenden, Tenor
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Christian Senn, Bass
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Eindrücke
Hör-Impuls
Die Paukenschläge im Agnus Dei der «Paukenmesse» erinnern an den französischen Armeepaukenwirbel mit charakteristischem anapästischem (kurz-kurz-lang) Rhythmus. Haydn verbindet die kriegerischen Paukenklänge mit der Bitte um Frieden im Text, was Ludwig van Beethoven inspirierte und in seiner «Missa solmenis» ausgestaltete.
Partner:innen
Dieses Projekt wird ermöglicht durch die Joseph Haydn Stiftung Basel.
