Harmonie ohne Ende

27.11.2026 | 19:30 Uhr
Basel, Martinskirche

Chorfoto der Zuercher Sing-Akademie.

Der Einzelticketverkauf beginnt am 5.8.2026. Buchen Sie jetzt Ihr Abo!

Programm

Joseph Haydn (1732 – 1809)
«Missa in Angustiis» («Messe in der Bedrängnis» auch «Nelsonmesse») in d-Moll, Hob. XXII/11
Messe in B-Dur «Theresienmesse», Hob. XXII/12

Mitwirkende

  • Jeremy Ovenden

    Jeremy Ovenden, Tenor

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    Jeremy Ovenden

    Jeremy Ovenden studierte am Royal College of Music in London und privat bei Nicolai Gedda. Nach seinem Debüt als Don Ottavio in Mozarts Don Giovanni in Italien etablierte er sich schnell als einer der führenden Tenöre seiner Generation. Insbesondere die Tenorpartien in Don Giovanni, Così fan tutte, Lucio Silla, La clemenza di Tito und Idomeneo hat er u. a. an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, an der Mailänder Scala, am Covent Garden London, am Théâtre de la Monnaie, am Theater an der Wien, dem Teatro Real in Madrid sowie bei den Festivals in Glyndebourne, dem Mostly Mozart Festival New York und in Aix-en-Provence gesungen. Im Konzertbereich ist er darüber hinaus ein gefragter Interpret für Bachs Matthäus- und Johannes-Passion.

    Er musizierte u. a. mit Dirigenten wie Rinaldo Alessandrini, Fabio Biondi, Ivor Bolton, Sir Colin Davis, Nikolaus Harnoncourt, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Vladimir Jurowski, Bernard Labadie, Paul McCreesh, Riccardo Muti, Yannick Nézet-Séguin, Jérémy Rohrer und Christophe Rousset, 

    Jeremy Ovendens umfangreiche Diskographie umfasst Aufnahmen von Bachs Markus- und Johannes-Passion sowie eine Auswahl aus dessen Kantatenwerk, Händels Oratorien Saul und L'Allegro, il Penseroso ed il Moderato, Hasses Intermezzo tragico Piramo e Tisbe sowie Haydns Die Schöpfung und Die Jahreszeiten. Sein zur Gänze Mozart gewidmetes Soloalbum mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment unter Jonathan Cohen und mit dem Titel «An Italian Journey» ist beim Label Signum Classics erschienen. 

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  • Christian Senn

    Christian Senn, Bass

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    Christian Senn

    Christian ist einer der gefragtesten Baritone für das Belcanto-Repertoire in Italien und im Ausland und tritt in zahlreichen Opernrollen von Rossini an der Deutschen Oper Berlin, an der Scala, an La Fenice, am Teatro Massimo di Palermo und am Théâtre des Champs-Élysées auf.

    Christian, der für seine Mozart-Rollen gefeiert wird, hat Don Giovanni, Leporello, Graf Almaviva, Papageno, Guglielmo und Alfonso in führenden Opernhäusern in Europa und Südamerika gesungen.

    Zu seinen Vivaldi-Rollen gehören Astolfo («Orlando furioso») und Alcandro («L’Olimpiade») unter Jean-Christophe Spinosi am Théâtre des Champs-Élysées sowie Clistene («L’Olimpiade») unter Alessandro De Marchi beim Festival in Innsbruck.

    Darüber hinaus trat er in Konzerten mit Bachs «Matthäus-Passion» unter A. De Marchi am Theater Basel und mit Händels «Aci, Galatea e Polifemo» unter René Jacobs und dem Kammerorchester Basel am Theater an der Wien auf.

    Sein Soloalbum «Bach – The Solo Cantatas for Bass», das er mit La Barocca und Ruben Jais für das Label Glossa aufgenommen hat, erhielt grosses Kritikerlob.

    In der Spielzeit 2025/26 wird Christian als Mengotto in Niccolò Piccinnis «La Cecchina» unter Stefano Montanari am Teatro Petruzzelli di Bari sowie als Graf Capulet in Gounods «Roméo et Juliette» an der Oper Rom auftreten. Er wird mit René Jacobs für Haydns späte Messen und für Bachs «Matthäus-Passion» auf europäischen Bühnen wieder zusammenarbeiten. Ausserdem wird er Händels «Orlando» (Zoroastro) in einer neuen Produktion von Ottavio Dantone/Pier Luigi Pizzi sowie Händels «Messiah», beide beim Ravenna Festival, singen.

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  • René Jacobs

    René Jacobs, Leitung

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    René Jacobs

    Mit rund 300 Aufnahmen und einer intensiven Karriere als Sänger, Dirigent, Wissenschaftler und Lehrer hat René Jacobs eine herausragende Stellung im Bereich der Barock- und Klassik-Vokalmusik erreicht. Seine frühe musikalische Ausbildung erhielt er als Chorknabe an der St.-Bavo-Kathedrale in seiner Heimatstadt Gent. Während seines Universitätsstudiums der Klassischen Philologie blieb er als Sänger aktiv; Begegnungen mit Alfred Deller, Gustav Leonhardt, den Kuijken-Brüdern und Nikolaus Harnoncourt bestimmten seine Hinwendung zur Barockmusik und seine Spezialisierung als Countertenor, in der er sich bald als einer der bedeutendsten Sänger seiner Zeit etablierte. 1977 gründete er das Ensemble Concerto Vocale, das barockes Opern- und vokales Kammermusikrepertoire erforschte. Mit diesem Ensemble nahm er eine Reihe bemerkenswerter, international preisgekrönter Weltpremieren auf.

    René Jacobs debütierte 1983 als Operndirigent mit einer Produktion von Antonio Cestis «L’Orontea» bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, deren künstlerischer Leiter er später von 1996 bis 2009 war. Durch seine langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeiten mit der Berliner Staatsoper Unter den Linden seit 1992, dem Theater an der Wien, dem Theâtre Royal de la Monnaie (Bruessel), den Salzburger Festspielen, dem Festival d’Aix-en-Provence und anderen führenden internationalen Bühnen in Europa, den USA und Asien dirigierte er Werke vom frühen Barock bis zu Rossini und Bizet, von den unbekanntesten bis zu den berühmtesten Titeln. Seine Arbeit zeichnet sich durch ihren Pioniergeist und tiefgründige Studien historischer Quellen aus. Beispiele dafür sind seine jüngsten, vielgerühmten Aufführungen der Oper «Carmen» im März 2024, in Georges Bizets Originalfassung von 1874 (niemals zuvor veröffentlicht/aufgeführt), oder unter anderem seine früheren Mozart-Opern-Aufnahmen, die für ihre einzigartige Verbindung von Wissenschaft und musikalischem Instinkt berühmt sind. Seine «Nozze di Figaro» wurde mit einem «Grammy» ausgezeichnet, und das Gramophone-Magazin schrieb: «René Jacobs’ Mozart-Opernserie gehört zu den aufgenommenen Wundern unserer Zeit».

    Neben seiner umfangreichen Operntätigkeit spielte die Aufführung von Kirchenmusik und Oratorien stets eine wichtige Rolle in René Jacobs’ Karriere, auch hier wurde er für seine kontinuierliche Entdeckung unbekannter Werke oder seine innovativen Interpretationen des bekannten Repertoires gelobt. Zunehmend hat René Jacobs auch das symphonische Repertoire entwickelt, mit Haydn und den späten Symphonien Mozarts sowie jüngst mit dem gesamten Zyklus der Schubert-Symphonien.

    Zum Doctor Honoris Causa gewählt von den Universitäten Gent (Belgien) und Innsbruck (Österreich), erhielt René Jacobs die bedeutendsten Preise der internationalen Musikkritik und für seine künstlerischen Leistungen. Seine international anerkannte Aufnahme von Beethovens «Leonore» (1. Fassung von 1805) wurde mit dem «Preis der Deutschen Schallplattenkritik» ausgezeichnet und vom Magazin «Opernwelt» als beste Opern-CD des Jahres gewürdigt. Die britische Zeitung «The Guardian» schrieb am 18. Dezember 2020 über die Beethoven-Jubiläumsaufnahmen: «Vielleicht war das bedeutendste Jubiläumsprojekt die Aufnahme von René Jacobs’ Leonore 1805-Version».

    Im Jahr 2023 wurde René Jacobs in Deutschland mit den folgenden prestigeträchtigen Preisen ausgezeichnet: dem «Lebens- und Ehrenpreis» des Magazins «Oper» und seine Aufnahme von Webers Oper «Der Freischütz» wurde von den «Opus Klassik Awards» zur besten Opernaufnahme des Jahres gekürt.

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  • Zürcher Sing-Akademie

    Zürcher Sing-Akademie

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    Zürcher Sing-Akademie

    Für die Zürcher Sing-Akademie stehen klangliche Exzellenz und musikalischer Ausdruck an erster Stelle. Das Ensemble ist seit seiner Gründung im Jahr 2011 zu einer festen Grösse
    der professionellen Chorwelt in Europa herangewachsen und begeistert das Publikum mit Qualität und Persönlichkeit.

    Seit der Saison 2017-18 formt Florian Helgath als künstlerischer Leiter das Profil des Chores. Die Arbeit mit zahlreichen Spitzendirigenten wie Bernard Haitink, Pablo Heras-
    Casado, René Jacobs oder Paavo Järvi haben die Qualität und die Flexibilität des Ensembles entscheidend mitgeprägt. Neben der langjährigen Partnerschaft mit dem
    Tonhalle-Orchester Zürich ist die Zürcher Sing-Akademie mit verschiedenen ausgezeichneten Klangkörpern aus dem In- und Ausland in ausgesprochen vielfältigem
    Repertoire in den grossen Konzerthäusern Europas zu erleben.

    Ihre A-cappella-Projekte nutzt die Zürcher Sing-Akademie, um eine Brücke zwischen traditionellem und zeitgenössischem Musikschaffen zu schlagen. Mit ihren Programmen
    und regelmässigen Kompositionsaufträgen legt sie einen besonderen Fokus auf die Entwicklung der Schweizer Chorlandschaft.

    Eine spannende Palette an CD-Einspielungen mit des Chores führt von Schweizer Raritäten über Sinfonische Klassik bis Oper. Zuletzt erschienen sind beim Schweizer Label Claves
    Records eine Porträt-CD zu Frank Martin sowie im Oktober 2025 Haydns Missa Cellensis mit dem Kammerorchester Basel unter der Leitung von René Jacobs beim Label Alpha
    Classics.

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  • Kammerorchester Basel

    Kammerorchester Basel

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    Kammerorchester Basel

    Spiellust und musikalischer Entdeckergeist zeichnen das Kammerorchester Basel seit seiner Gründung 1984 aus. Mit grosser Energie und stilistischer Offenheit widmen sich die
    Musiker:innen einem breiten Repertoire – von Alter Musik auf historischen Instrumenten über Wiener Klassik bis hin zu zeitgenössischen Werken. Dabei entsteht ein lebendiger,
    unverwechselbarer Klang, getragen von der Begeisterung für gemeinsames Musizieren auf höchstem Niveau.

    In Basel fest verankert mit Abonnementreihen im Stadtcasino und dem eigenen Proben- und Aufführungsort Don Bosco, geniesst das Ensemble eine hohe internationale Reputation.
    Über 100 Konzerte pro Saison insgesamt führen das Orchester regelmässig auf grosse europäische Bühnen und zu renommierten Festivals.

    Ausgezeichnet mit dem Schweizer Musikpreis 2019, begeistert das Kammerorchester Basel mit künstlerischer Exzellenz und Ausdauer. Projekte wie Haydn2032, die Aufnahme und Aufführung aller Sinfonien von Joseph Haydn bis 2032, unter der Leitung von Giovanni Antonini oder die Einspielung der späten Haydn-Messen unter der Leitung von René Jacobs zeigen die tiefe Lust an langfristiger, kreativer Auseinandersetzung.

    Immer wieder entstehen inspirierende Partnerschaften mit Künstler:innen wie Sol Gabetta, Christian Gerhaher, Alexandra Dovgan und Vilde Frang und dem Collegium Vocale Gent.
    Die künstlerische Leitung liegt bei den Konzertmeister:innen sowie Dirigent:innen wie René Jacobs, Heinz Holliger, Delyana Lazarova oder Pierre Bleuse.

    Eine preisgekrönte Diskografie und vielfältige Vermittlungsformate runden das lebendige Wirken des Orchesters ab. Seit 2019 ist die Clariant Foundation Presenting Sponsor des
    Kammerorchester Basel.

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Konzertdetails

Zwei späte Messen von Joseph Haydn: Die Nelsonmesse mit göttlichen Harmonien für den Sieg über Napoleon und die Theresienmesse komponiert für die Fürstin, gewidmet der Kaiserin.

Zum Namenstag bekommt die Fürstin Esterházy jeweils eine Messe vom Hofkomponisten Joseph Haydn geschenkt. Der trompeten- und paukenlastige, auch düstere Klang der sogenannten «Nelsonmesse» (Haydn nennt sie selbst «Missa in angustii», Messe in der Bedrängnis) ist wie ein musikalisches Echo der napoleonischen Kriege, die Europa damals überrollen. Kriegsbedingte Sparmassnahmen am Fürstenhof reduzieren die Orchesterbesetzung. Umso faszinierender ist es, wie Haydn aus dem eingeschränkten Instrumentarium ein Maximum an Farben herausholt und ein Panorama an musikalischen Ideen gestaltet, die den liturgischen Rahmen ausfüllen und gleichzeitig sprengen. Warum sie später den Beinamen «Nelsonmesse» bekommt?

Eine Anspielung auf den Sieg von Lord Nelson über Napoleon in der Schlacht von Trafalgar.
Und ein zweites musikalisches Juwel der späten Wiener Klassik: die «Theresienmesse», lyrisch und elegant, transparent, hell und luftig. Sozusagen zweimal Best of Haydn.

Partner:innen

Dieses Projekt wird ermöglicht durch die Joseph Haydn Stiftung Basel.

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