Programm
Dauer bis ca. 21.40 Uhr inklusive Pause
Konzerteinführung Hingehört um 18.45 Uhr mit Verena Naegele, Historikerin und Musikwissenschaftlerin
Clara Schumann (1819 – 1896)
Konzert für Klavier und Orchester in a-Moll, op. 7
Emilie Mayer (1812 – 1883)
Sinfonie Nr. 4 in h-Moll
Robert Schumann (1810 – 1856)
Konzert für Klavier und Orchester in a-Moll, op. 54
Konzertdetails
Beide Konzerte in a-Moll, beide führt Clara Schumann auf: ihres in Leipzig, Roberts in Dresden – dazwischen liegt die endlich juristisch erkämpfte Hochzeit.
Sie liebt ihn, er liebt sie, aber ihr Vater ist dagegen. Viele Kämpfe braucht es und viele Tränen, bis Clara und Robert zusammenkommen. Doch selbst dann wird es nicht leicht, im Gegenteil, dann beginnen die innerfamiliären Kämpfe, Enttäuschungen, Verzweiflungen. Nichts davon ist zu spüren in Roberts und auch in Claras Klavierkonzert, das sie als junges Mädchen komponiert, als sie schon vollkommen entflammt ist und er, der Klavierschüler ihres Vaters, ihr bei der Instrumentation hilft. Bei Emilie Mayer ist es nicht der Vater, sondern der Markt, welcher der Schumann-Zeitgenossin Steine in den Weg legt.
Ein Verleger für «weibliche Kräfte, Kräfte zweiter Ordnung» findet sich erst mal nicht und ihre vierte Sinfonie erscheint nur in einer Bearbeitung für Klavier zu vier Händen. Doch seit einigen Jahren ist sie wieder da, die verschollene Sinfonie. Einzigartiges Zeugnis eines freien, genialen Geistes: Mayer ist eine eigenständige Stimme, die nicht bloss im Schatten der grossen Kollegen steht.
Mitwirkende
Leitung
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Delyana Lazarova
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Orchester
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Kammerorchester Basel
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Solistin
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Alexandra Dovgan, Klavier
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Eindrücke
Hör-Impuls
Der zweite Satz des Klavierkonzerts von Clara Schumann ist ein Husarinnenstück ganz eigener Art. Es besteht aus einer schlichten Melodie, vom Klavier allein vorgetragen, das erst im letzten Teil dieses kurzen Intermezzos vom Solocello sekundiert wird. Dieses übernimmt eher untypischerweise die Melodie und das Klavier umspielt es in Triolen. Hinter diesem Arrangement versteckt sich eine Liebesbotschaft, allerdings nicht an Robert, sondern an den 18 Jahre älteren Cellisten August Müller, in den Clara verliebt war: ein intimes, sehnsuchtsvolles Zwiegespräch.
Partner:innen
Mit freundlicher Unterstützung des
