Auf Reisen

09.09.2026 | 19:30 Uhr
Basel, Martinskirche

Portrait von Maayan Licht, Sopranist im Abokonzert des Kammerorchester Basel.

Programm

Konzerteinführung um 18.45 Uhr mit Helen Gebhart, Musikwissenschaftlerin
Konzertende ca. 21.45 Uhr inklusive Pause

«Koffer-Arien» von
Antonio Vivaldi, Geminiani Giacomelli, Georg Friedrich Händel, Nicola Antonio Porpora, Riccardo Broschi u. v. m.

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)
Concerti grossi

Mitwirkende

  • Maayan Licht

    Maayan Licht, Sopran

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    Maayan Licht

    Als Gewinner des OPER! Awards als Bester Nachwuchskünstler 2025 hat sich Maayan Licht als einer der spannendsten jungen Künstler der internationalen Opernszene etabliert. Oft als «der Farinelli der Gegenwart» bezeichnet, ist der israelische Sopranist für seinen aussergewöhnlichen Stimmumfang, seine atemberaubende Koloraturtechnik und seine einzigartige Fähigkeit bekannt, ein Repertoire zu singen, das nur von wenigen Sängerinnen und Sängern gemeistert werden kann. Neben seiner Opernkarriere hat Licht auf seinen Social-Media-Plattformen eine weltweite Community von mehr als einer Million Followern aufgebaut und bringt Millionen neuer Zuhörerinnen und Zuhörer weltweit Oper und klassische Musik näher.

    Zu den jüngsten Höhepunkten zählen sein Debüt an der Dutch National Opera in der Uraufführung von Meriç Artaçs Requiem for Mariza, die Titelrolle in Vincis Alessandro nell'Indie am Theater an der Wien, Nerone in Monteverdis L'incoronazione di Poppea beim Monteverdi Festival in Cremona mit Les Arts Florissants unter der Leitung von Paul Agnew, Enea in Jommellis Didone abbandonata mit dem Freiburger Barockorchester im Residenzschloss Ludwigsburg sowie ein Technopera-Auftritt während der Haute-Couture-Schau von Ronald van der Kemp im Rahmen der Paris Fashion Week.

    Für seine Interpretationen erhielt er begeisterte Kritiken, unter anderem als Laertes in Gasparinis Ambleto (Theater an der Wien), in der Titelrolle von Händels Xerxes (Staatstheater Oldenburg), als Alcidoro in J. C. Bachs Amor Vincitore an der Seite von Julia Lezhneva (SWR Festspiele Schwetzingen und Tournee), als Cherubino in Mozarts Le nozze di Figaro (Oper Dortmund und Janáček-Theater Brünn), als Amore in Martín y Solers L'arbore di Diana (Wiener Kammeroper), in der Titelrolle von Giacomellis Scipione in Cartagine nuova (Teatro Farnese, Parma), als Achilles in Porporas Ifigenia in Aulide sowie als Erodiade La Figlia in Stradellas San Giovanni Battista (Bayreuth Baroque Opera Festival) und in der Titelrolle der Uraufführung von Ľubica Čekovskás Here I Am, Orlando am Janáček-Theater Brünn. Darüber hinaus trat er gemeinsam mit Ottavio Dantone und der Accademia Bizantina beim Monteverdi Festival in einem Liederabend auf und wurde eingeladen, bei der renommierten amfAR Gala in Salzburg zu singen.

    Mit ebenso grosser Leidenschaft erweitert Licht die Grenzen der Oper über ihre traditionellen Formen hinaus. Regelmässig entwickelt er interdisziplinäre Produktionen, die Oper mit anderen Kunstformen verbinden. Er war Solist der queeren Produktion CarMEN im Concertgebouw Amsterdam, im Muziekgebouw sowie beim Parade Festival und entwickelt fortlaufend Technopera weiter – ein Projekt, das Oper mit elektronischer Musik verbindet und bereits unter anderem im Concertgebouw, beim Down the Rabbit Hole Festival sowie während der Paris Fashion Week präsentiert wurde.

    Zu seinen kommenden Engagements zählen die Wiederaufnahme der Titelrolle in Händels Xerxes in Oldenburg sowie sein Debüt in einer neuen Inszenierung derselben Oper an der Oper Bern. Ausserdem geht er mit seinem Recital-Programm Coloratura Queen auf Australien-Tournee und übernimmt die Partie des Arsace in Vivaldis Rosmira gemeinsam mit Ottavio Dantone und der Accademia Bizantina am Theater an der Wien sowie im Concertgebouw Amsterdam.

    Maayan Licht studierte Alte Musik am Conservatorium van Amsterdam bei Xenia Meijer und schloss sein Studium 2021 mit Auszeichnung ab, nachdem er zunächst von seiner israelischen Lehrerin Vita Gurevich entdeckt worden war. Neben dem OPER! Award erhielt er den Bajazzo-Förderpreis des Theaters Dortmund, den Grand Prize der Vienna International Music Competition sowie sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis des Grachtenfestival-Wettbewerbs mit seinem Ensemble Duo Zeffiretti.

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  • Dmitry Smirnov

    Dmitry Smirnov, Violine und Leitung

    Über Dmitry

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    Dmitry Smirnov

    Dem Geiger Dmitry Smirnov wird eine «überschwängliche künstlerische Persönlichkeit und ein wunderbarer Klang, so flexibel und sensibel» nachgesagt. Dmitrys Finesse und Flexibilität erstreckt sich auf ein breites Spektrum von Formen und Genres, darunter Solo- und Kammermusik, alte und zeitgenössische Musik und alles, was dazwischen liegt. Seine frühen Studien am Staatlichen Rimski-Korsakow-Konservatorium in Sankt Petersburg, am Lausanner Institut für Höhere Musikstudien und an der Musikakademie Basel bei Mentoren wie Elena Zaiceva, Pavel Vernikov und Rainer Schmidt haben ihm zahlreiche Erfolge in der Branche beschert.

    Zu Dmitrys Engagements in der Saison 2023/24 gehören Aufführungen von Max Regers Symphonischer Rhapsodie mit dem Dirigenten Jakub Przybycien und The Lucerne Collective, Strawinskys Violinkonzert mit Delyana Lazarova und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin sowie Tschaikowskys Konzert mit Johannes Schlaefli und dem Collegium Musicum Basel. Dmitry ist in dieser Saison auch Preisträger des Classeek Ambassador Programms, wo er von Sonia Simmenauer nominiert wurde.

    Als Solist hat er sich u .a. bei Auftritten mit dem Orchester des Mariinsky Theaters Sankt-Petersburg, dem Philharmonischen Staats- und Kammerorchester Moskau, den Festival Strings Lucerne, dem Sinfonieorchester Basel, dem Argovia Philharmonic etabliert. Zu seinen internationalen Auszeichnungen gehören u. a. der 2. Preis beim ARD Musikwettbewerb 2021, der 3. Preis und die beste zeitgenössische Interpretation beim Concours international Long-Thibaud-Crespin 2018, der 1. Preis und der Publikumspreis beim Concours international de violon Tibor Varga 2015.

    Mit Dmitrys jüngster Veröffentlichung mit dem Dirigenten Heinz Holliger und dem Kammerorchester Basel bei Prospero Classical geht er über die Grenzen seines Könnens hinaus und zeigt seine einzigartigen Interpretationen von Werken von Lalo, Saint-Saëns und anderen, gespielt auf Darmsaiten. Darüber hinaus fügen seine eigenen Arrangements von Volksmusik und Liedrepertoire dieser musikalischen Erkundung eine neue Dimension hinzu.

    In seinem Debüt-Soloalbum taucht Dmitry in die ausdrucksstarken Farben der Violine ein und wird für seine Fähigkeit gelobt, «die extreme Virtuosität des Schreibens mit einer erstaunlichen Kühnheit zu beherrschen und mit dem Reichtum einer scheinbar unbegrenzten Vorstellungskraft zu fesseln» (Diapason, Avril 2021), indem er eine neue Perspektive auf Werke von Bach, Bartok und Schneeberger bietet.

    Dmitrys Programme und Projekte sind von menschlichen und politischen Kontexten geprägt und werden mit Bedacht zusammengestellt. Seine bevorstehende Zusammenarbeit mit FHR befasst sich mit Soloviolinwerken von Eugene Ysaÿe und wirft ein Licht auf weniger bekannte Komponisten des 20. Seine Arbeit mit angesehenen Gruppen wie Il Pomo D'oro und Il Giardino Armonico hat ihn zu innovativen Projekten wie M.A.D, 'Trio Infernale', 'Blattspiel Quartet' und 'Hypocantus' inspiriert, die seine Vielseitigkeit und Leidenschaft für Entdeckungen unter Beweis stellen.

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  • Kammerorchester Basel

    Kammerorchester Basel

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    Kammerorchester Basel

    Aufblühen: Musik als lebendiger Impuls

    Seit 1984 steht das Kammerorchester Basel für Spiellust, Entdeckergeist und künstlerische Exzellenz. In der Saison 2026/27 setzt das Orchester unter dem Motto «Aufblühen» auf die Kraft der Musik als Quelle der Inspiration und des Wachstums, sowohl für die Musiker:innen, als auch für das Publikum und die nächste Generation.

    Ob im Stadtcasino Basel, im eigenen Proben- und Aufführungsort Don Bosco oder auf Tourneen: Das Orchester verbindet Tradition mit Innovation. Von Alter Musik auf historischen Instrumenten bis hin zu zeitgenössischen Werken entsteht ein unverwechselbarer Klang, der stilistische Offenheit und Leidenschaft für gemeinsames Musizieren auf höchstem Niveau atmet. Über 100 Konzerte pro Saison insgesamt führen das Orchester regelmässig auf grosse europäische Bühnen und zu renommierten Festivals.

    2019 wurde das Kammerorchester Basel als erstes Orchester mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet und damit für seine künstlerische Tiefe und Vielseitigkeit gewürdigt. Langfristige Projekte wie Haydn2032 zeigen die Freude an tiefer Auseinandersetzung mit besonderen Werken und formen eine preisgekrönte Diskografie.
    Die regelmässige Zusammenarbeit mit Dirigent:innen wie Francesco Corti, Bar Avni, Krzysztof Urbański und Giovanni Antonini lassen inspirierende Partnerschaften entstehen. In dieser Saison blüht das Orchester weiter auf mit wunderbaren Künstler:innen wie Fazıl Say, Isabelle Faust, Pierre-Laurent Aimard, Hayato Sumino, Nemanja Radulović und dem Tölzer Knabenchor u. a.

    Ein zentraler Aspekt des Kammerorchester Basel ist die zukunftsweisende Vermittlungsarbeit. Durch partizipative Projekte und den kreativen Austausch mit Kindern und Jugendlichen wird Musik erlebbar und pflanzt sich wie ein Same weiter fort.

    Seit 2019 ist die Clariant Foundation Presenting Sponsor des Kammerorchester Basel.

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Sopranist Maayan Licht ersetzt Julia Lezhneva

Aufgrund einer akuten Rachenentzündung ist die Sopranistin Julia Lezhneva gezwungen, die kommenden Konzerte mit dem barocken «Kofferarien»-Programm zusammen mit dem Kammerorchester Basel abzusagen.
Glücklicherweise übernimmt der Sopranist Maayan Licht die Konzerte in Gstaad und Basel. Das Programm wird angepasst, fokussiert aber weiterhin auf barocke Opernarien in Kombination mit Händels Concerti Grossi.

Konzertdetails

Die barocke Opernbühne ist bevölkert von Menschen aus vergangenen Zeiten und entfernten Ländern. Da die Antike zu Beginn des 18. Jahrhunderts nicht mehr so interessant ist, wird sie ersetzt durch Geschichten aus dem alten Rom oder dem fernen Persien. Die Emotionen bleiben natürlich die gleichen: äussere und innere Konflikte, Drama, Liebe, Wahnsinn, Macht und Pflicht und Leidenschaft. Die Sänger:innen des Barocks können mit diesen Stoffen brillieren und haben – zwecks Intensivierung – sogar noch immer ihre persönlichen Lieblingsarien mit dabei, um einzelne Arien kurzerhand durch sogenannte «Koffer-Arien» auszutauschen: Bravourstücke für die perfekte Selbstinszenierung und den garantierten Publikumserfolg.

Solange der Affekt (Rache, Liebe, Trauer) so ungefähr zur Szene passt, kann man die massgeschneiderten Glanznummern in fast jede Rolle einbauen.

Eindrücke

Partner:innen

In Kooperation mit Erasmus klingt!

Konzept, musikwissenschaftliche Forschung, Notenedition:
Giovanni Andrea Sechi  

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